Singen für den Frieden

Singen für die Ukraine

Überall auf der Welt zeigen Leute momentan Solidarität mit der Ukraine. Auch das Werner-Heisenberg-Gymnasium unterstützt das vom Krieg mit Russland gebeutelte Land.

 

Am 4. März 2022 gegen 11.30 Uhr versammelten sich alle Schüler*innen und die Lehrenden auf dem Schulhof des WHG. Zu Beginn sprachen Schulleiter Christian Honecker und anschließend Geschichts- und Geographielehrer Michael Wendt darüber, wie die Situation in der Ukraine sich tagesaktuell darstellte. Die Schüler*innen und Lehrenden des WHG bekundeten ihre vollumfängliche Unterstützung und versprachen, so gut es geht zu helfen. Es wurde informiert, dass in der Schule bereits eine Sammelstelle zur Unterstützung einer Spendenaktion ins Leben gerufen wurde, wo Nahrungsmittel, Kleidung, Hygieneartikel und andere nützliche Dinge gespendet werden können.

 

Nach der Ansprache wurde dann das Lied ,,Dona nobis pacem“ dreistimmig gesungen. Außerdem hatte eine der zehnten Klassen am Vortag die Chance, per Videoschalte mit der Ukrainerin Julia Lyashko zu sprechen, die Herr Wendt schon seit vielen Jahren – seit einem Schüleraustausch – kennt und mit der er in regelmäßigem Kontakt steht. Die Frau erzählte, wo sie wohnte und wie die Situation bei ihr war. Zu diesem Zeitpunkt war sie noch in ihrer Heimatstadt Obuchiw. Außerdem berichtete sie, dass es zu diesem Zeitpunkt in ihrer Stadt noch erträglich war, da diese unter ukrainischer Militärhoheit stand. Des Weiteren sprach sie über ihre Einstellung zu Russland, ebenso wie zum Westen und dass sie den westlichen Nationen sehr dankbar ist, weil diese ihr Heimatland doch nach besten Kräften unterstützt. Sie berichtete über ihre Familie und über ihre Verwandten in Russland, über ihr Leben vor dem Krieg und darüber, wie sie denkt, dass es nun weitergeht. Die Schüler*innen zeigten großes Interesse wie auch Mitgefühl.

 

Für die Schüler bedeutete dieser direkte Kontakt eine nachhaltige Erfahrung, die sehr nachdenklich machte, denn es ist etwas anderes, die Nachrichten anzuhören oder zu lesen, als direkt mit einem Menschen zu sprechen, der in dieser Notlage ist. Die Schüler*innen und das Lehrerkollegium des Werner-Heisenberg-Gymnasiums Riesa sind dadurch noch mehr sensibilisiert, den Menschen in der Ukraine zu helfen und sie zu unterstützen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, ihre Aktionen konkret durchzuziehen und auch symbolisch, ob in sozialen Medien oder in der direkten Diskussion, Haltung zu bekunden und den Bruch des Völkerrechts zu verurteilen. 

 

--- Elisabeth Petzoldt, 10b


 

Worte von Julia Lyashko, wohnhaft in Obuchiw 40km südlich von Kiew, an das WHG, 03.03.2022


Unser Leben ist gerade – Dunkelheit, Gewalt, Angst und Verzweiflung. Sieben Tage Krieg erscheinen wie eine Ewigkeit. Aber diese sieben Tage des Horrors haben uns gezeigt, wie viele Freunde wir haben. Die gesamte zivilisierte Welt steht an unserer Seite. Eure Unterstützung und der Erfolg unserer Armee sind am wichtigsten und wertvollsten (für uns). Grüße voller Liebe und Dankbarkeit an euch alle von allen Ukrainern!

 

Für uns wird die Welt nie wieder dieselbe sein. Ich hoffe, dass diejenigen verstummen, die nicht das wahre Gesicht jenes terroristischen Staates erkennen, dessen Ziel es ist alles zu zerstören, was ihm nicht gleicht. Sie kennen keine Freiheit. Sie kennen keine Ehrlichkeit. Sie haben keine Entschlossenheit!

 

Freiheit, Ehrlichkeit und Entschlossenheit – das sind die Gründe, warum ich die Ukraine liebe. Qualitäten, wegen dieser wir nun angegriffen wurden. Das ist nicht nur ein Angriff auf mein Land, sondern auf alle Länder, die diese Werte teilen. Ich kann mir die Welt ohne eine Ukraine nicht vorstellen und ich glaube fest daran, so hart es für uns gerade auch sein mag, dass wir siegen werden. Die Wahrheit ist auf unserer Seite.

 

--- Слава Україні

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