Exkursion der Jahrgangsstufe 9 nach Berlin

Demokratiefahrt der Jahrgangsstufe 9 in die Bundeshauptstadt

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Um den GRW-Unterricht zu vertiefen und reelle Einblicke in die Funktionen der Politik zu bekommen, besuchten die Klassen 9a und 9s Anfang Februar 2023 mit Frau Winter, Herrn Wendt, Herrn Pfennig und unserer Schulleiterin Frau Bode die Bundeshauptstadt Berlin.


In der winterlichen Kälte ging es um 09:47 Uhr am Riesaer Bahnhof mit dem Intercity los nach Leipzig, wo wir nach kurzem Aufenthalt den anschließenden ICE in Richtung Berlin nahmen. Unser Hostel, das „Three Little Pigs“: anfangs etwas gruslig. „Drei kleine Schweine? Wird heute der neue Teil der Horrorfilmreihe „Hostel“ gedreht?“ Mit kontinuierlichen Politikfragen an Herrn Pfennig und Herrn Wendt machten wir uns direkt auf den Weg nach Berlin-Mitte, um unseren strikten Zeitplan einzuhalten. Erster Halt: die Sächsische Landesvertretung beim Bund. Nach einem herzlichen Empfang mit Kartoffelsuppe und Würstchen sowie belegten Brötchen begrüßte uns der Bevollmächtigte, Herr Clemens. Ein Team der Landesvertretung hat uns in einem Vortrag die Landesvertretung und deren Aufgaben vorgestellt. Ausreichend gestärkt und interessiert lauschend, wurde uns noch eine Führung durch das Haus inklusive Barkeller gegeben, in welchem sich die Politiker auf ein Bierchen treffen und Politik machen. Schließlich lernten wir, wie die Landesvertretung funktioniert und was dort alles geschieht.


Auf dem Weg in Richtung Alexanderplatz konnte sich der Geschichtslehrer Wendt förmlich austoben: An jeder Ecke gab es historische Beurteilungen und Einordnungen. Zum Beispiel: die Ausrufung der Republik 1918 vom Balkon des Berliner Schlosses. In der Pause am Alexanderplatz haben wir uns die kulturelle Umgebung angesehen. Berliner Lifestyle, hohe Gebäude, historische Stätten, McDonald´s, Baustellen, „Eisdiele!“ Beim Treff um 16:15 Uhr, „deutscher Zeit“, an der Weltzeituhr hörten wir Berliner Live-Rap und versuchten, dazu zu tanzen. Wir fühlten den Beat. Nach der kleinen Auszeit und während es langsam dunkel wurde, gingen wir in das Junge Staatstheater Berlin, in welchem das Theaterstück „Krummer Hund“ als Uraufführung gespielt wurde. Ein spannendes, verwirrendes, manchmal beängstigendes Stück. An allen Sinnesrezeptor wurde gespielt. Am frühen Abend wanderten wir noch durch die Berliner Politik- Zone aka das Regierungsviertel. Vom Abgeordnetenhaus mit Sicht auf das Bundeskanzleramt zum Reichstagsgebäude. Dort erklärten wir dem Geschichtsfreak Wendt, was „BeReal“ ist und wie es funktioniert. Leider war es zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz der Republik schon dunkel, sodass uns Christian Lindner nicht zurückschrie. Die Atmosphäre war trotzdem speziell und ungewohnt. Anschließend ging es durch das Brandenburger Tor zurück Richtung Hostel. Dort hieß es: „Ab 22:00 Uhr ist Nachtruhe!“


Kurz nach der offiziellen Nachtruhen-Zeit, kam das „Gute-Nacht-Komittee“, bestehend aus Frau Bode, Herrn Pfennig und Herrn Wendt, in unser Zimmer: „Sandmann, lieber Sandmann“ mit integriertem Minitheater hat uns definitiv besser schlafen lassen. Eine Legende besagt, dass einige Schüler trotz der Nachtruhe noch in anderen Zimmern waren und um 00:30 Uhr sogar noch in der Lobby Billard gespielt haben sollen. Um circa 03:00 ging es dann für die meisten ins Bett. Fünf Stunden Schlaf später: Aufstehen, Zähne putzen, Frühstück, Kaffee, Zimmer „clean“ machen. Herr Wendt hat ausgeschlafen. #Schlafmütze. Um ungefähr 09:00 Uhr machten wir uns in zwei Gruppen auf den Weg zu verschiedenen Museen. Eine Gruppe ging in das Deutsche Historische Museum, um die Sonderausstellung „Roads not taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können“ zu besuchen. Hier wurde uns ein historischer Rückblick auf die Schlüsselmomente (Anfangend mit der Friedlichen Revolution in der DDR und endend mit dem ersten demokratischen Kontakt im Jahre 1848.) der deutschen Geschichte gegeben. Was hätte alles passieren können? Ein verheerendes Ereignis! Die andere Gruppe besuchte das Futurium und lernte in der Ausstellung „Zukunft entdecken und gestalten!“ unterschiedliche Zukunftsentwürfe und Lösungsansätze kennen.


Das Highlight des Tages stand aber noch bevor: Um 13:00 Uhr begann unsere Führung durch den Bundesrat. Wir bekamen viel Input und Antworten auf unsere Fragen: „Wie sieht´s da drin aus?“, „Was macht man dort?“ oder „Wer sitzt dort?“. Es kam aber noch spannender: Beim anschließenden Planspiel in einem Nebensaal sind wir selbst einmal in die Rolle der Landesregierungen geschlüpft: Während sich alle Schüler auf die 16 Bundesländer verteilten, bereitete die Bundesregierung und der Bundesratspräsident Groschopp schon den ganzen „Bürokram“ vor. Aus dem imaginären Bundestag kam nämlich nach ewigem Warten ein Gesetzesvorschlag zum Thema „Betäubungsmittelgesetz- Änderung“ aka „Hanflegalisierung“. Natürlich wissen wir vom GRW-Unterricht, wie so ein Gesetzgebungsverfahren ausschaut. Um die Zustimmung der einzelnen Bundesländer zu bekommen, hatte jedes davon Mitspracherecht und konnte Gesetzesänderungsanträge schreiben. Wir tauschten uns mit den anderen Bundesländern aus, verbündeten uns und diskutierten. Anschließend hielt jedes Bundesland eine kurze Rede durch einen Vertreter, welcher den Standpunkt zur Legalisierung präsentierte und gegebenenfalls Änderungsanträge zum Gesetz feststellte. Als die meisten Anträge feststanden, ging es zur Abstimmung und zur Beendung des Planspiels. Ein hervorragendes Erlebnis, welches man nicht so schnell wieder vergisst!


Doch dann ging es schnell zu Ende: Essen gegangen, zum Hostel gelaufen, Sachen geholt, in den Bus gedrückt, in den Zug gestiegen, gelacht, gesungen, geschlafen, umgestiegen, Starbucks, „Hallo, Riesa!“ Auch, wenn es nur zwei Tage waren, waren diese Tage wundervoll! Wir haben insgesamt sehr viel dazu gelernt, viel Spaß gehabt und sind nicht nur der Politik viel näher gekommen, sondern haben auch wieder einmal den Zusammenhalt beider neunten Klassen bewiesen!


Schlussendlich sagen wir: Vielen Dank für diesen Ausflug! Vielen Dank an die Schulsozialarbeit und den Bundesrat für die (Fahrtkosten-)Zuschüsse! Gern erleben wir so etwas noch ein zweites oder sogar drittes Mal!




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